FC Vaduz: Ein Tor, ein Sieg und ein Hauch Magie im SFV-Cup
Der FC Vaduz sorgt mal wieder für Schlagzeilen – und dieses Mal im Schweizer Fußball-Cup. Mit einem knappen, aber umso bedeutenderen 1:0-Erfolg gegen den FC Luzern haben die Liechtensteiner die nächste Runde erreicht. Doch wie immer gibt es bei Vaduz mehr als nur Fußball zu erzählen.
Es war ein Spiel, das nicht unbedingt in die Kategorie „Leckerbissen“ fällt, aber dafür umso spannender war. Der FC Luzern reiste als Favorit ins Rheinpark-Stadion, doch Vaduz zeigte sich kampfbereit. Die Partie wogte hin und her, Torchancen blieben jedoch Mangelware – bis zur 79. Minute.
Dann kam die große Stunde von Florian Frick, der nach einem Zuckerpass von Cicek den Ball eiskalt ins Netz hämmerte. Ein Treffer, der das Stadion zum Beben brachte. Oder zumindest die 2000 Fans, die trotz frostiger Temperaturen gekommen waren. „Ein Schuss, ein Treffer, eine Runde weiter“, fasste Trainer hermuz mit einem breiten Grinsen zusammen.
Gruppenphase? Tja, Platz 6...
Doch während Vaduz im Cup strahlt, sieht die Bilanz in der Gruppenphase der Meisterschaft weniger rosig aus. Platz 6 – das klingt nicht nach einem Spitzenreiter. Aber der FC Vaduz wäre nicht der FC Vaduz, wenn sie sich davon beeindrucken ließen.
„Platz 6? Perfekt! Von hier aus können wir ungestört zum Angriff übergehen,“ witzelte Kapitän Frick. Und tatsächlich: In Vaduz bleibt die Stimmung entspannt, auch wenn der Abstand zur Spitze wächst. Vielleicht liegt es an den regelmäßigen Motivationsansprachen von Maskottchen „Vadi“, das nach seinem Tanzkursauftritt inzwischen auch im Kabinengang gesichtet wurde – mit einem selbstgebastelten Pokal aus Alufolie in den Hufen.
Vaduz und der Pokal-Traum
„Wir sind nicht hier, um mitzuspielen, sondern um zu gewinnen,“ erklärte Contini nach dem Luzern-Spiel. Natürlich hatte er dabei ein Augenzwinkern parat. Aber wer weiß? Vielleicht steckt im FC Vaduz tatsächlich mehr Pokalmagie, als die Konkurrenz glaubt.
Bis dahin bleibt alles wie gewohnt: ein bisschen Fußball, ein bisschen Chaos – und jede Menge Humor. Und wer weiß, vielleicht tanzt „Vadi“ demnächst sogar mit dem echten Pokal über den Rasen.